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Die Atemschutzausbildung im Landkreis Dillingen hat bereits eine lange Tradition. Nach dem Bezug des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Dillingen im September 1981 wurde nach Inbetriebnahme der neu installierten Atemschutzübungsanlage die Fortbildung der Atemschutzgeräteträger für die Feuerwehren des Landkreises Dillingen in Eigenregie durchgeführt. Im November 1983 fand dann auch der erste Atemschutzgeräteträgerlehrgang in eigener Verantwortung statt. Die Freiwillige Feuerwehr Dillingen wurde zur anerkannten Atemschutzausbildungstelle des Landkreis Dillingen ernannt. Beim Pilotlehrgang wurden damals 21 Feuerwehrmänner der Dillinger Wehr neu ausgebildet. Seit dem hat sich einiges in Sachen Atemschutz im Landkreis Dillingen getan. Bis Ende 2011 wurden bei insgesamt 62 Lehrgängen für Atemschutzgeräteträger 1.404 Teilnehmer, und seit einigen Jahren auch verstärkt Teilnehmerinnen, neu ausgebildet. Im Durchschnitt finden jährlich zwei, zeitweise sogar drei, Atemschutzlehrgänge statt. Um auch den hohen Anforderungen und Belastungen im Bereich Gefahrguteinsatz gerecht zu werden, werden als Zusatzausbildung zum Atemschutzgeräteträgerlehrgang seit dem Jahr 2000 Eintageslehrgänge für Chemikalienschutzanzugsträger angeboten. Im Jahr 2011 wurde bereits der 14. Lehrgang durchgeführt. Dabei wurden mittlerweile 152 Atemschutzgeräteträger in die Handhabung der besonderen Schutzanzüge eingewiesen. Die steigenden Anforderungen an die Atemschutzausbildung sowie die -gerätewartung machten im Jahr 2003 die Erneuerung der zentralen Atemschutzwerkstatt sowie der Atemschutzausbildungsstätte erforderlich. In Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Dillingen und der Stadtverwaltung Dillingen wurden die zentrale Atemschutzwerkstatt neu ausgestattet und erweitert sowie die Atemschutzübungsanlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Große Kreisstadt Dillingen übernahm dabei die baulichen Vorarbeiten und der Landkreis Dillingen beschaffte die Ausrüstung für Werkstatt und Übungsstrecke. Insgesamt waren Stand Dez. 2011im Landkreis Dillingen bei 35 Feuerwehren mit Atemschutzausrüstung 205 Pressluftatmer mit 395 Masken in Überdrucktechnik sowie 43 Pressluftatmer mit 151 Masken in Normaldrucktechnik vorhanden. Die Feuerwehren sind im Besitz von 469 Atemluftflaschen mit 6 bzw. 6,8 Litern und 76 Flaschen mit 4 Litern Luftvolumen. 8 Feuerwehren verfügen über insgesamt 26 Chemikalienschutzanzüge. Für die derzeit 532 aktiven Atemschutzgeräteträger im Landkreis Dillingen gehört die jährlich erforderliche Belastungs- und Orientierungsübung zum festen Bestandteil der Atemschutzfortbildung. Die Übungen finden an jeweils 9 Ausbildungsabenden im Frühjahr und Herbst in der Atemschutzübungsanlage in Dillingen statt. Die aufgeführten Zahlen beweisen, dass das Thema Atemschutz mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert erreicht hat und aus dem Feuerwehralltag nicht mehr wegzudenken ist. Die Einsatzerfahrung des einzelnen Geräteträgers wird aufgrund der flächendeckend immer besseren Ausstattung mit Atemschutzgeräten in Zukunft nicht zunehmen. Daher ist gerade auf die Aus- und Fortbildung besonderer Wert zu legen. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten, gerade in der Heißausbildung (Brandhaus, Brandsimulationscontainer, Flash-Over-Container), sind die Voraussetzung für eine gute Ausbildung des Geräteträgers heute sehr gut und sehr vielfältig. Diese müssen neben den angebotenen Wiederholungsübungen genutzt werden, um die Effektivität und Professionalität im Atemschutzeinsatz weiter zu steigern und um sicherzustellen, dass alle Atemschutzgeräteträger wieder gesund aus dem Einsatz zurückkehren. Markus Pfeifer Atemschutzbeauftragter Landkreis Dillingen Kontakt:
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